Tag 21 – Mo, 01.02.21

Tag 21 – Mo, 01.02.21

Wir entstehen entspannt auf, Emil hilft mir mit den Kindern. Während die Kinder ihre Calls haben, sitzt Emil draußen (DRAUßEN!) auf der Terrasse und macht seinen Online-Unterricht. Ich glaube, in dem Alter (19) friert man nicht. Wegen Datenschutz darf er nicht mit drinnen sein, die Kinder wollen ihn aber auch nicht nach oben gehen lassen.

Währenddessen sortiere ich die Woche, gucke vor allem für Tochter, was ansteht. Ich suche zehn Minuten lang bestimmte Arbeitsunterlagen bis ich auf die Idee komme, dass die vielleicht noch in der Cori-Kiste liegen, also ZACK! ins Auto und zur Schule, die Unterlagen abholen.

Tochter arbeitet bis 12:00 Uhr mit Emil, Sohn ist schon um 11:15 mit allem durch. Ich kontrolliere das nicht. Ihm und mir geht es so viel besser, wenn er einfach seine Sachen alleine macht.

Ich kann also quasi ab 11:15 Uhr Gas geben und mal wieder meinen Emailstau aufarbeiten.
Drei Stunden reine Arbeitszeit! DREI.
Danke Emil, dass Du da bist. 🙂

Die Kinder haben zwischenzeitlich mit Emil zusammen eine sensationelle Höhle aufs Sofa gebaut. Die ist so groß, dass sogar der groooße Emil reinpasst… Da drin gucken sie nachmittags einen Film auf dem iPad zusammen.

Ich brauche nämlich schon wieder „Ruhe“. Kitty kommt heute, dieses Mal ohne ihr Tochter, wir wollen arbeiten. Ich möchte einen Beitrag über „Homeschooling“ schreiben. Also, was Homeschooling wirklich ist. Und Kitty ist da eeecht im Thema drin… (Nachtrag 04.03.21: Hier geht es zum Homeschooling-Beitrag 🙂

Abends essen wir alle lecker zusammen, Emil und Frank bringen die Kinder ins Bett, Kitty und ich sind weiter produktiv.

Im Gespräch stelle ich irgendwann fest, dass bei mir die Luft raus ist.
Bzgl. dieses Bloges.
„Ja, Du hast Dir ja auch Luft gemacht!“
Ich weiß nicht, ob ich weitermachen soll. Der Blog hilft mir, MEIN Tagesgeschehen zu verarbeiten, gleichzeitig macht er mir aber auch das Tagesgeschehen vieler anderer bewusst… Die allgemeine Stimmung fängt an, mir auf den Magen zu schlagen. Egal mit wem ich spreche, was ich lese… Alle sind irgendwie desillusioniert und verlieren die Hoffnung. Und es macht sich allgemein ein Lagerkoller breit.

WENN WENIGSTENS SCHÖNES WETTER WÄRE!

Wir diskutieren, ob und wann das alles endet.
Wir glauben: nicht so schnell.

Im Moment bekommen wir – gefühlt – immer ein Zuckerstückchen („Mitte Februar setzen wir uns wieder zusammen und sehen weiter“) vor die Nase gehalten und dann wird es uns wieder weg genommen. Ich denke, dass von Seiten der Regierung mal tacheles geredet werden sollte: „Leute, wir müssen weiter alles dicht halten, sonst hat alles Bisherige keinen Sinn gemacht.“ Ob die Menschen das dann akzeptieren, ist ein andere Sache…

Ich hab also auch keine Lösung.
*Mist
Dabei will ich doch Fröhlichkeit und Leichtigkeit verbreiten! 😉

Aber ich finde, dass offener kommuniziert werden sollte. Damit wir wissen, was uns noch erwartet. Damit wir irgendwie planen können. Uns mental darauf einstellen können. Damit Schulen besser planen können. Damit…

Der Abend war also schwer und trotzdem gleichzeitig leicht.
Und ich bin motiviert, weiter zu machen.
Und ahne nicht, was der morgige Tag bringt….

Weiter zu Tag 22.

Judith

Künstlermanagerin, Lebensgestalterin, Familienmanagerin

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