Tag 26 – Sa, 06.02.21

Tag 26 – Sa, 06.02.21

Samstag Mittag, Emil ist mit den Kindern einkaufen, ich hab noch einen Moment Zeit zum Schreiben…

Gestern Abend konnte ich mal wieder nicht einschlafen.
Dieses Blog heißt „Wer jammert, verliert“… Das passt zu meiner Lebenseinstellung, zu einem Grund-Optimismus, der zu mir gehört. Ich versuche immer das Positive zu sehen.
Also, nicht zu jammern!  

Merke aber auch, dass mir in letzter Zeit ein bisschen die Leichtigkeit flöten geht. Das ich zu wenig im „hier und jetzt“ bin. Okee, das bin ich eigentlich fast nie. Das sind unsere Kinder. Ich kenne kaum einen Erwachsenen, der einfach nur im Moment ist/lebt, das können eigentlich nur Kinder. (Und dann verlieren sie es irgendwann, wenn sie groß werden… ☹)

Mit „hier und jetzt“ meine ich, das Leben zu genießen.

Ich möchte gerne wieder in den letzten Herbst zurück.
Nach dem ersten Lockdown hatte ich (Artikel hierzu stelle ich noch ein) unseren Lebensrhythmus so angepasst, dass die Kinder nur bis 15Uhr in der Schule waren und wenn ich sie dann abgeholt habe, war ich auch mit allem durch. Hatte also keine To Do’s mehr auf dem Zettel stehen. 
Um dann im „hier und jetzt“ mit den Kindern was zu machen. Oder auch nix zu machen. Aber mit nem leeren Kopf. Das war für mich auch neu, war ich doch vor Corona immer buisybuisybuisy…

Das fehlt mir jetzt. Dieses neue „Lebensgefühl“, welches mir Corona beschert hat.

Okee, zurück zum Ausgangspunkt: „Wer jammert, verliert.“
Ich versuche täglich zu überprüfen, ob ich jammere.
Nein, ich jammere nicht.
Aber irgendwie sehe ich gerade nichts Positives. Hinter all dem Driss.

Außer das Schreiben. Das hilft mir. Und wenn ich positive Rückmeldungen bekomme. DANKE! Dann weiß ich, dass es auch anderen hilft. Ein kleines Lächeln ins Gesicht zu zaubern.
Und sollte ich doch mal jammern und es nicht merken, schreibt mir bitte! 😉

So, das musste alles mal irgendwie gerade raus…

Wir freuen uns jetzt auf Emils Mama, meine Lieblingskusine, und seine Schwester, die Emil abholen kommen…
*BUÄÄÄH!

Ach ja, mir wurde jetzt von mehreren Seiten gesagt, „Du MUSST Instagram machen!“. Damit „Du noch mehr Reichweite bekommst und Dein Blog die richtigen Menschen erreicht.“

Ich bin zu alt für Instagram. Ich versteh des net.
Aber… TATAAA! Emil hilft!
Er hat heute – schon wieder – janz viel für mich gemacht und schult mich jetzt noch auf Instagram.

Weiter zu Tag 27.

Judith

Künstlermanagerin, Lebensgestalterin, Familienmanagerin

7 Comments

  1. Hallo Schwesterherz! Ich finde deinen Blog ganz toll!

    Weißt du noch, wie Mutti mit uns gekämpft hat, dass wir unsere Hausarbeiten erledigen? Obwohl, wohl eher mit mir und wohl Sebastian, ich habe dich in so in Erinnerung, dass du deine Dinge immer zack erledigt hattest. Streber :-). In der Rückblende fällt mir auf, dass Mutti immer entschieden hat, was gemacht werden muss und bis wann (sonst gabs kein Taschengeld).

    Also ich habe von Kinder-Erziehung natürlich keine Ahnung (weißt schon, Kelch an mir vorübergegangen, und so weiter), aber was hältst du davon einfach mal ’nen weißen Zettel auf den Tisch zu legen, und dann sagst du den Kiddies, „So, Leute, ihr seid jetzt alt genug, wir organisieren das jetzt gemeinsam“.

    Und dann schreibt jeder auf den Zettel was ihm auffällt, was erledigt werden muss.

    Nicht wie oder wann es erledigt werden muss, sondern was. Also zum Beispiel: „Der Flur ist dreckig“, nicht: „Jemand muss den Flur wischen“. Nur das Problem beschreiben, nicht den Lösungsweg. Die Kinder sollen selbst darauf kommen, wie und wann Sie den Flur sauber kriegen, eigene Strategien entwickeln.

    Wer etwas erledigt hat, macht ein Häkchen. Für das Erledigen gibt es keine Belohnung. Es soll kein Wettbewerb sein. Es ist ein gemeinsames Projekt.

    Du selbst machst am Anfang vielleicht mal ein bisschen oder vielleicht sogar viel weniger, schreibst auch nur das Lebensnotwendige auf die Liste, also, „Kühlschrank ist leer“, „Franks Wäsche stinkt“ „Wohnung brennt“ und so weiter ;-). Damit die Kinder mal selbst darauf kommen, was gemacht werden muss. Alles darf auf die Liste geschrieben werden.

    Sprichst du natürlich vorher mit Frank ab.

    Und dann guckst du mal, was passiert.

    Die Idee ist, das die Kinder nun, statt die von dir geplanten Aufgaben auszuführen, diese nun selbst planen. Dadurch wandeln Sie sich von Werkzeugen zu Spielern die Werkzeuge entwickeln, wenn du verstehst, was ich meine. Das macht jedem mehr Spaß, wenn er selbst entscheidet, wie er vorgeht. Natürlich erklärst du ihnen wie etwas funktioniert, wenn Sie fragen und passt ein bisschen auf, dass Sie die Wohnung nicht in die Luft jagen. Aber du sagst ihnen nicht wie oder wann Sie etwas machen sollen. Also, Flur wischen, abends um halb zehn, Zähne zusammenbeißen und gewähren lassen.

    Das ist natürlich am Anfang sicher Chaos, aber dir macht das ja nichts aus, denn du liegst auf dem Sofa, legst den Fuß hoch und guckst dir deine Lieblingssendung an. Und Frank daneben und ihr genießt einen Prosecco. Und wenn der Prosecco leer ist, auf die Liste damit.

    Natürlich musst du oder Frank mit dem Auto zum Supermarkt fahren, aber ihr fahrt erst los, wenn die Kinder sagen: „Wir müssen jetzt zu Supermarkt“ (Wenn sie das nicht sagen, dann können sie eben nur Reste essen, und irgendwann werden Sie es sagen, notfalls gehen Frank und du abends essen). Und im Supermarkt drückst du den Kindern die gemeinsam erstellte Liste in die Hand und läufst ihnen mit dem Einkaufswagen hinterher.

    Du kannst auch sagen: „Wir müssten schneller werden“, aber nicht „beeil dich mal“. Problembeschreibung, kein Lösungsweg.

    Und wenn eine Aufgabe wirklich keiner erledigt, etwa den Flur zu wischen, dann machst du das nach zwei Wochen eben selbst. Aber nur wenn du die Zeit und Lust hast, du kannst dann eben gerade nicht kochen, denn „Ich muss jetzt den Flur wischen“. Nochmal, du machst nur das wofür du die Zeit und Lust hast, den Rest müssen Frank oder die Kinder erledigen. Und das ist auch ok, denn ihr seid ja gemeinsam verantwortlich. Du kannst nichts dafür.

    Ich könnte mir vorstellen, nach einer kurzen Zeit fangen die Dinge plötzlich an, von selbst zu flutschen. Wirst schon sehen 😉

    Ich küsse dich.

    Dein Bruderherz

    • Bruderherz! Ich war so begeistert von Deinem Kommentar, dass ich ihn direkt am Tag 27 kommentiert und verarbeitet habe! Und ganz vergessen habe, HIER zu antworten. Deine Idee ist genial und einfach! Gut ausformuliert und witzig beschrieben. Ich habe dem nichts mehr hinzuzufügen. Und Frank ist sowieso begeistert. 🙂
      Mir fehlt es nur leider gerade an der Energie, Deinen Plan umzusetzen, ich bin so im Überlebensmodus… PFFF
      Drück Dich, Dein Schwesterherz

  2. Zusatz: Statt „Wir müssten schneller werden“wohl besser: „Wir sind zu langsam“. Dass ihr folglich schneller werden müsst, darauf sollen die Kiddies selbst kommen.

  3. Noch ’ne Idee: Man kann auch Rekorde jagen und auf eine zweite Liste schreiben. „Supermarkt Einkauf: Rekord: 25 Minuten, Wäsche waschen: Rekord: 15 Minuten“. Frag mal die Kinder, ob sie Ideen haben, wie man diese Rekorde brechen kann 😉

  4. So ich melde mich dann mal aus Hamm!!
    Die Idee von Nils klingt ja super, wieso ist da keiner vorher drauf gekommen! Vielleicht sollten wir das hier zu hause auch mal machen. Dann teilen wir die Aufgaben bestimmt besser auf und wenn ich Unterricht habe gehts ran an den Speck, hab ja leider kein Michel und keine Lola die weiter Hilfe brauchen.
    Ich kann auf jeden Fall sagen, dass es zwar ab und zu auch anstrengend war, es aber eine super duper tolle Zeit war und wenn ich die Wahl zwischen euch und Urlaub auf den Malediven habe muss der Urlaub wohl dran denken. Also wenn ich mit dem Abi durch bin komme ich gerne wieder!
    Ich werde auf jeden fall jeden Tag lesen, damit ich weiß wie es weiter geht.

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